Wenn Körper und Nervensystem aus dem Gleichgewicht geraten

Anhaltender Stress, hohe innere und äußere Anforderungen oder ungelöste Belastungen können dazu führen, dass Körper und Nervensystem dauerhaft in Alarmbereitschaft bleiben. Erschöpfung, innere Unruhe, Schlafstörungen, Schmerzen oder das Gefühl, „nicht mehr richtig abschalten zu können“, sind häufige Folgen.

Statt einzelne Symptome isoliert zu betrachten, richtet sich meine Arbeit auf das Zusammenspiel von Körper, Nervensystem und innerem Erleben. Ziel ist es, wieder mehr Stabilität, Regulation und Zugang zu den eigenen Ressourcen zu ermöglichen – als Grundlage für Entlastung, Klarheit und neue Handlungsspielräume im Alltag.

divider

Was uns aus dem Gleichgewicht bringt, weist uns zugleich den Weg zurück zu uns.

 

Häufige Belastungsreaktionen


Psychische Ebene


  • Interessenlosigkeit
  • Niedergeschlagenheit
  • Versagensängste
  • Gereiztheit
  • Aggressionen
  • Hoffnungslosigkeit
  • Substanzmittelmissbrauch

Geistige Ebene


  • Konzentrations- und Gedächtnisschwäche
  • Desorganisation
  • Entscheidungsunfähigkeit
  • Gereiztheit
  • Überforderung
  • Mangelnde Stressbewältigungsstrategien

Körperliche Ebene


  • Blutdruck und Pulserhöhung
  • Atembeschwerden
  • Engegefühl in der Brust
  • Übelkeit
  • Magen- und Darm-Beschwerden
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen und Alpträume
  • Infektanfälligkeit
  • Tinnitus und Hörsturz
  • Nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus)
  • Beckenbodenstörung (Beckenbodendysfunktion) 
  • Sexuelle Dysfunktionen

Soziale Ebene


  • zwischenmenschliche Konflikte
  • reduzierte Teilnahme am sozialen Leben
  • völliger Rückzug bis hin zur sozialen Isolation

Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind.

Anaïs Nin

Der Körper als Spiegel der Seele – Psychosomatische Erkrankungen erkennen


Sicher haben Sie schon die Erfahrung gemacht, dass sich seelische Probleme auch körperlich bemerkbar machen können. Der Volksmund hat dafür viele Redensarten parat: Ein Problem „liegt mir im Magen“, Liebeskummer „bricht mir das Herz“, bei Ärger „geht mir die Galle hoch“. Was wir so locker daher sagen, ist Ausdruck eines engen Zusammenhangs zwischen Körper („Soma“) und Seele („Psyche“). Beide beeinflussen sich wechselseitig.

Zusammenspiel von Körper und Seele


Die Psyche leidet, wenn es dem Körper schlecht geht, etwa bei langanhaltenden Schmerzen oder bei chronischen Krankheiten. Umgekehrt spüren wir körperliche Auswirkungen, wenn es der Psyche schlecht geht – wenn wir zum Beispiel Angst haben, unter Stress stehen oder uns überfordert fühlen. Der Grund dafür ist, dass zwischen Gehirn und restlichem Körper ein reger Austausch von Blut, Botenstoffen und elektrischen Signalen stattfindet.

Das medizinische Fachgebiet der Psychosomatik befasst sich mit diesem Zusammenhang. Die psychosomatische Therapie betrachtet den Menschen ganzheitlich und widmet sich denjenigen Krankheiten und Beschwerden, die durch psychische und psychosoziale Faktoren maßgeblich mit verursacht werden.

Wie entstehen somatoforme Krankheiten?


Chronische Anspannung, Überforderung, dauernde Angst, Gefühle von Hilflosigkeit und Einsamkeit führen zu unterschiedlichen körperlichen Reaktionen: Sie belasten zum Beispiel den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Organe, sie stören den Schlaf und führen zu einer Verkrampfung der Muskulatur. Halten die Belastungssituationen und die darauf erfolgenden organischen Reaktionen über längere Zeit an, können manifeste Schmerzen und andere körperliche Symptome daraus entstehen. Für die Betroffenen führen diese Beschwerden meist zu noch größerem Stress, der wiederum die Symptome verschlimmern kann – ein Kreislauf, der sich selbst aufrechterhält.

Ich bin der tiefen Überzeugung, dass Burnout inclusive somatoforme Störungen kein Zeichen von Schwäche, sondern vielmehr ein gesunder Selbstregulierungsversuch ist. Burnout ist meiner Erfahrung nach weit mehr als nur ein Ausdruck von Überforderung. Burnout ist eine Aufforderung. Es ist eine Aufforderung zu leben, anstatt gelebt zu werden. Die Aufforderung zur Authentizität und zu einem wesensgemäßen Leben. Und es gibt Menschen, die Ihnen bei der Bewältigung helfen können.

Die drei Säulen meiner Arbeit


Achtsame Bewegung & körperliche Selbstregulation


Bewegung dient nicht dem Leisten, sondern dem Ausgleich. In achtsamer, individuell abgestimmter Körperarbeit werden Grenzen wahrgenommen, Empfindungen differenziert gespürt und Spannungen schrittweise gelöst. Die Übungen fördern Entlastung, innere Ruhe und ein neues Vertrauen in den eigenen Körper.

Achtsamkeit, Meditation & innere Ausrichtung


Achtsamkeit und Meditation unterstützen dabei, Stressreaktionen frühzeitig zu erkennen und einen freundlicheren Umgang mit sich selbst zu entwickeln. Sie stärken die Fähigkeit, Abstand zu belastenden Gedanken und Gefühlen zu gewinnen, innere Ruhe wiederzufinden und die eigene Wahrnehmung zu vertiefen.
So entsteht Raum für Klarheit, Selbstmitgefühl, neue Perspektiven – und für das, was im eigenen Leben wirklich wichtig ist.

Grundsätzlich können wir davon ausgehen, dass Achtsamkeit und Meditation folgende Veränderungen ermöglichen:

  • Entspannung und ein Wiederfinden von Innerer Ruhe
  • Distanzierung von emotionalen Belastungen und Symptomen
  • Einen neuen, akzeptierenden Umgang mit zu hohen inneren Erwartungen, Gefühlen der Überforderung und des Nicht-Genügens, unangenehmen, teilweise quälenden Gefühlen von Unsicherheit, Ängsten und Selbstzweifeln
  • Eine neue Form einer mitfühlenden, wohlwollenden Haltung sich selbst und anderen gegenüber Einen Zugang zu ihrer „inneren Stimme“ als Kompass in schwierigen Zeiten
  • Eine aktive Gestaltung Ihres beruflichen und privaten Alltages und eine neue Form von Lebendigkeit
  • Eine Hilfe geben, eigene Werte, Ziele und Wünsche wieder zu entdecken oder klarer zu sehen, was im eigenen Leben wirklich wichtig ist
  • Ein anderes Verständnis für die Erkrankung entwickeln
  • Stärkung Ihrer Selbstheilungskräfte und Ihres Immunsystems

Begleitende Gespräche & individuelle Orientierung


Manche Prozesse brauchen Worte, Resonanz und ein Gegenüber. In wertschätzenden Gesprächen werden Zusammenhänge verständlich, Ressourcen sichtbar und persönliche Ziele greifbarer. Die Begleitung orientiert sich an Ihrer aktuellen Lebenssituation – und unterstützt Sie dabei, Ihren eigenen Weg stimmig weiterzugehen.

Letztlich geht es darum, die eigene Einzigartigkeit zu leben, den eigenen Rhythmus zu finden und wieder in Einklang mit der eigenen inneren Natur zu kommen. Auch wenn sich äußere Umstände nicht immer verändern lassen, kann innere Stabilität, Klarheit und Lebendigkeit wachsen.

Einstieg & Erstgespräch


Der erste Schritt ist Ihr persönlicher Entschluss, sich begleiten zu lassen.
In einem Erstgespräch haben Sie Raum, Ihre aktuelle Situation zu schildern und Ihr Anliegen zu klären. Gleichzeitig erhalten Sie transparente Informationen zu Vorgehen, Rahmenbedingungen und möglichen Schwerpunkten der Begleitung.
Als Selbstzahler:in kann die Zusammenarbeit unbürokratisch und zeitnah beginnen.

Selbstzahler-Modell & Vertraulichkeit


Die Begleitung erfolgt auf Selbstzahlerbasis. Es findet keine Abrechnung über Krankenkassen statt und es werden keine Diagnosen aktenkundig.
Dies kann insbesondere relevant sein, wenn Sie z. B. eine Verbeamtung, einen Krankenkassenwechsel oder den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung anstreben.

Dauer & Frequenz der Begleitung


Der Umfang der Begleitung richtet sich nach Ihrem individuellen Anliegen.
Manche Themen lassen sich in wenigen Sitzungen klären, andere erfordern eine begleitende Unterstützung über einen längeren Zeitraum. Möglich sind:

  • kurze Klärungsprozesse (ca. 1–10 Sitzungen)

  • zeitlich begrenzte psychosomatische Begleitung

  • längerfristige Begleitung mit größeren Abständen

Die Frequenz wird gemeinsam abgestimmt und bei Bedarf angepasst.

Honorar


Das Honorar beträgt in der Regel 110 € pro Sitzung (90 Minuten).
Dies gilt auch für das Erstgespräch.
Die Kosten können unter Umständen als außergewöhnliche Belastung im Rahmen der steuerlichen Regelungen geltend gemacht werden.

Schweigepflicht


Alle persönlichen Daten sowie die Inhalte der Sitzungen unterliegen der Schweigepflicht, die für mich selbstverständlich und verbindlich ist.

divider